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Die Wacken Winter Nights III kommen

Das Wacken Open Air hat schon seit einiger Zeit einen kleinen Bruder bekommen – und bald wird er 3 Jahre alt: die Wacken Winter Nights stehen wieder an! Schon zum dritten Mal findet, veranstaltet vom Panem et Circenses Eventmanagement, auf dem – man darf doch wohl sagen: – Heiligem Boden von Wacken auch im Winter ein spannendes Festival statt, dass sich gleich zur Premiere 2017 den European Festival Award als bester Newcomer sichern konnte.

Auch diesmal erwarten den Besucher wieder zahlreiche Highlights; man wird uns verzeihen, wenn wir eines besonders herausgreifen: Holly Loose, bekannt als Sänger der LETZTEN INSTANZ, präsentiert die Songs seines Soloalbums Melancholia. Das düstere Album selbst gibt sich minimalistisch und konzentriert sich auf Hollys rauchigen Bass, in der Wacken Church (Sa, 23. Februar, 16 Uhr) darf es aber etwas größer sein: mit fünfköpfiger Besetzung – unter anderem: Silke Meyer, ehemals Frau Schmitt bei Subway to Sally – wird Melancholia als grandioses und ausgereiftes Akustik-Set präsentiert. Nachdem Holly bereits 2017 mit seiner musikalischen Lesung von Edgar Allan Poe die WWN bereicherte und 2018 mit der LETZTEN INSTANZ dort spielte, setzt sich hier also auch eine Tradition fort – das Publikum darf gespannt sein!

Viele weitere Highlights verspricht das Line Up-Plakat der WWN:

„John Maynard“ – die erste Single zu Holly Looses Solo-Album „Melancholia“ ist da!

Zwölf Songs werden es sein, zwölf Musikvideos wird es dazu geben, und zwölf Monate lang wird an jedem Monatsersten ein Video veröffentlicht – Sänger Holly Loose, seit über einem Jahrzehnt Frontmann der „Letzten Instanz“, ist mal wieder für eine Überraschung gut. Seit langem schon hatte Holly, als Musiker, aber auch als Autor vielseitig unterwegs, die Idee zu einem Soloalbum: „Melancholia“ erscheint am 23. November. Heute also das erste von 12 außergewöhnlichen Videos:

Der Auftakt zu Holly Looses Soloalbum rammt mit Macht ein Zeichen in den Sand: Mit „John Maynard“ vertont Holly die weit über hundert Jahre alte Ballade Theodor Fontanes, das große Heldenlied vom Steuermann, der sein Leben opfert, um Schiff, Passagiere und Crew zu retten. Da ist nichts ironisch gebrochen, da wird nichts relativiert, da ist das Pathos echt, da gibt es keine Grautöne und keinen doppelten Boden: „John Maynard“ ist Heldenverehrung pur, ein Lob- und Preislied auf Pflichterfüllung und Loyalität, Dienst an der guten Sache und Selbstlosigkeit – ein Lied von einem mutigen Mann, nicht mehr und nicht weniger.

Ein zeitlos grandioser Text, der in unserer Zeit des Zweifels und der Vieldeutigkeit aus dem Rahmen fällt: Holly Loose holt den Seemann aus seinem nassen Grab, setzt ihm ein ehrliches musikalisches Denkmal mit gewohnt tiefer Rockröhre, hart und doch einfühlsam. Angst um und Bewunderung für den Steuermann, das Lob seiner Taten und die Trauer um seinen Verlust: Mit minimalistischen Mitteln und genau darum so treffend und bewegend machen Song und Video klar, wohin das Album „Melancholia“ die Segel gesetzt hat: Auf ein düsteres Meer, doch vor allem ein Meer, das Raum und Zeit für Trauer und Nachdenklichkeit, Ernsthaftigkeit und Innehalten bietet. Wie bei John Maynard ist es eine beängstigende, manchmal eine verzweifelte, stets notwendige Fahrt, für die es vor allem eines braucht: Mut.

Download und Streaming der Single unter:

Spotify: https://spoti.fi/2kFzXPe

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